Survival / Überleben


Viele Menschen kennen den Begriff des Survival! Ihn richtig zu interpretieren ist aber nicht immer einfach. Von seiner Schreibweise her ist die Übersetzung da noch eindeutig.

Survival heißt auf Deutsch „Überleben“. Der breiten Öffentlichkeit kommen hier in unserem Land bei der Frage danach zunächst meist 2 Dinge ins Gedächtnis. Zum einen hört man meist „Das ist doch Würmer fressen“ und dann „ Das macht doch dieser Nehberg“.

Zu beidem muss man, will man bei der Wahrheit bleiben „Ja, stimmt“ sagen. Survival ist auch Würmer fressen und Nehberg.  (Zum Thema Nehberg wenden sie sich bitte an die entsprechende Seite in meiner HP)

Der Angelpunkt im Satz ist aber das Wörtchen „auch“.


Denn Survival ist mehr, sehr viel mehr!


Wenn sie heute bei einem Spaziergang im Wald auf jemand stoßen, der sich eine Laubhütte baut und fragen ihn was er da wohl tue, erhalten sie oft die Antwort: „Ich mach Survival“. Erinnern wir uns an die wortgetreue Übersetzung hieße das „Ich mach Überleben“ und fragen uns unwillkürlich warum wir eine falsche Auskunft bekommen haben, da dieser jemand hier ja nur eine Laubhütte bastelt und was hat das ganze mit Überleben zu tun?

Mit dieser Frage halten wir einen Schlüssel in der Hand, den Schlüssel der uns das Reich des „Überleben“ aufschließt.

Survivaltraining, S-Kurs, S-Nahrung, S-Kit, usw.  Eigentlich alles lässt sich mit dem Vorwort Survival verbinden. Und genau so vielschichtig und facettenreich ist es auch!

Grob betrachtet macht ein Survival`er eines:

Er häuft Wissen an, sammelt Kenntnisse und erwirbt Fertigkeiten um sie in einer Notsituation lebensverlängernd und rettend für sich und andere einzusetzen.

Genau aus diesem Grund  baut unser jemand ohne Not eine Laubhütte im Wald. Er will sich die Kenntnis und die Fertigkeit dazu aneignen um in einer wirklich gefährlichen Situation zu wissen wie es geht und es auch real umsetzen zu können. Das hilft ihm dann über die eisige Nacht oder den Sturm hinweg und erhöht damit die Chance zu „Überleben“

Ja, sagen dann viele. Dann brauch ich das ja nur wenn ich mich im Dschungel verirre oder in Alaska verlaufe, hier in Europa ruf ich mit dem Handy ein Taxi und fahr gemütlich heim bevor der Sturm kommt.

Diese Überzeugung ist falsch und sehr gefährlich!

Survival beginnt in ihrer unmittelbaren Umgebung,

ihren Lebensgewohnheiten und ihrer Einstellung.

Es hat zu tun mit Aufmerksamkeit und Verständnis

und einer stets neugierigen Sicht

auf die Dinge des täglichen Lebens.

Einige Beispiele:

Die direkte Umgebung:

Während sie diese Zeilen lesen, sitzen sie an einem PC. Plötzlich beginnt es stark zu brennen, wo sind Löschmittel, wie komme ich raus, wo sind Alarmmöglichkeiten….

Ihr Strom fällt aus, wo sind Kerzen, Taschenlampe, Streichhölzer? Fällt mit dem Strom die Heizung aus? Wie wärme ich mich, kann ich Essen zubereiten und ohne Kühlschrank lagern?

Welche Ausrüstung habe ich im Auto, gibt es eine wärmende Decke oder ein Getränk um bei Motorausfall die Zeit bis zum Eintreffen der Pannenhilfe zu überbrücken. Wie reise ich, wo sitze ich am Sichersten im Zug, im Bus, auf einem Schiff.

Lebensgewohnheiten

Trinke oder rauche ich, nehme ich Drogen oder Rauschmittel, gehe ich zu regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen, sind meine Impfungen komplett. Halte ich mich sportlich fit und ernähre mich ausgewogen?

Ihre Einstellung

„Nein, da komm ich nicht hinüber“! Dieser Ausspruch stellt bereits die negativste Form einer Meinungsabgabe dar und ist schlicht falsch! Formulieren sie bereits im Kopf anders: „Nein, da komm ich nicht hinüber wenn ich kein passendes Hilfsmittel oder Unterstützung finde“!

Suchen und finden sie Lösungen zu Problemen, bedauern sie diese nicht! Die Lösung kann auch ein „anderer“ für sie finden, sie aber finden zunächst den „anderen“. Es gibt für die allermeisten Probleme auch eine Lösung, nur wer sie gar nicht erst sucht findet diese dann auch sicher nicht!

Zu diesen vorgenannten Beispielen kommt dann die praktische Umsetzung.

Die verschiedenen Arten des Survival (Hauptarten)

Bushcraft

Unser jemand mit seiner Laubhütte trainiert die so genannte „Bushcraft“-Variante des Survival. Sie ist bei Menschen mit einer starken Vorliebe zur Natur und dem Leben in ihr sehr häufig anzutreffen. Sie erleichtert das Leben draußen und bringt das Wissen um Tricks und Kniffe mit sich. So muss man erst gar nicht in bedrohliche Situationen zu geraten.

Steinzeitsurvival

Hier beschäftigen sich die Anhänger mit den Möglichkeiten jenseits der technischen Realität. Eine Variante die aber immer wieder erstaunliche Wissenschaftliche Hintergründe offenbart.

Endzeitsurvival

Bei dieser Variante bereiten sich die Anhänger auf ein Leben nach dem großen „Crash“ vor. Eine Existenz in der bekannten Zivilisation gibt es dann nicht mehr. Sie stehen einer feindlichen Umwelt mit hohem Vergiftungsgrad und Auseinandersetzungen mit feindlich gesonnenen Neidern  gegenüber. Ihre Ursprünge hat diese Variante zur Zeit der Kubakrise als eine militärische Auseinandersetzung mit einem Einsatz von Atomwaffen ein reale Bedrohung darstellte.